spacer.png, 0 kB
Home arrow Publikationen
Denkprozesse der Fotografie Drucken E-Mail

Neuerscheinung 2010

Martin Roman Deppner, Gottfried Jäger (Hg.):
Denkprozesse der Fotografie.
Beiträge zur Bildtheorie.
Die Bielefelder Fotosymposien 1979–2009.
Kerber Verlag Bielefeld, 2010,
Klappenbroschur, 478 Seiten, 17 x 24 cm,
19,95 Euro.
ISBN 978-3-86678-9

Der Sammelband vereinigt 30 ausgewählte bildtheoretische Texte,
die im Rahmen der Bielefelder Fotosymposien von 1979 bis 2009
vorgetragen und diskutiert wurden.
Die Auswahl stellt eine exemplarische fotografische Theoriegeschichte
mit Schlüsselbegriffen wie Autorenfotografie, Fotografie als Waffe,
Konzeptfotografie und Generative Fotografie dar. Namhafte Autoren haben
Beiträge dazu geleistet, unter ihnen Jörg Boström, Monika Faber,
Vilém Flusser, Ferdinand Fellmann, Herbert W. Franke, Klaus Honnef,
Frieder Nake, J. A. Schmoll gen. Eisenwerth, Lambert Wiesing.

Anthology with 30 texts on the subject of picture theory, which were submitted
and debated as part of the Bielefeld Photo Symposia 1979–2009.
The selection is based on the idea of a quintessential history of photography,
from which the intellectual development of the medium of photography over an
extended period of time can be deduced. Key terms such as auteur photography,
photography as a weapon, concept and generative photography are mentioned throughout,
as are the names of well-known figures from the history of art, media theory,
iconic practice and current visual culture.

 
Ernst Jäger. Fotograf. Drucken E-Mail

Gottfried Jäger:
Ernst Jäger. Fotograf.
Burg: Dorise Verlag, 2009.
ISBN 978-3-937973-75-3
29,5 x 23 cm, 72 S. Hardcover

 

 
Projekt Kunsttheorie: Drucken E-Mail

 

Andreas Beaugrand (Hg.):
Gottfried Jäger. Fotografie als generatives System
Bilder und Texte 1960–2007

Mit Texten von Andreas Beaugrand,
Jörg Boström, Herbert W. Franke,
Hans Jörg Glattfelder, Gerhard Glüher,
Klaus Honnef, Gottfried Jäger,
Enno Kaufhold, Rolf H. Krauss,
Marlene Schnelle-Schneyder,
Lambert Wiesing.

Verlag für Druckgrafik
Hans Gieselmann, Bielefeld, 2007.
ISBN 978–3–923830–60–2

296 Seiten, 24 x 17 cm, Festeinband,
39.80 Euro

Fotografie als generatives System bezeichnet das künstlerische Programm, das der Fotograf, Fototheoretiker und ehemalige Hochschullehrer Gottfried Jäger seit den 1960er Jahren bis heute vertritt. Er begründete damit 1968 die Generative Fotografie, eine Avantgardebewegung ihrer Zeit, die damit einen besonderen Platz in der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts einnimmt. Dabei geht es um die Erkundung der latent im Fotoprozess enthaltenen Bildpotenziale und um ein neues Bildverständnis im Umgang mit einem ursprünglich ganz auf Reproduktion hin ausgerichteten technischen Apparat – gelegentlich auch darum, gegen ihn zu spielen.

Die vorliegende Monografie, die anlässlich des 70. Geburtstags Gottfried Jägers erscheint, stellt mit einer Auswahl von rund 200 seiner wichtigsten Arbeiten die erste exemplarische Werkübersicht des Künstlers dar. Sie wird von Texten namhafter Autoren und Weggefährten Gottfried Jägers begleitet und durch eine Datensammlung zu seiner Lebens- und Werkentwicklung ergänzt.




 
Konkrete Fotografie
 
Konkrete Fotografie wird hier als eigene Gattung der Konkreten Künste aufgefasst. Sie tritt damit neben entsprechende Erscheinungsformen wie Konkrete Malerei, Konkrete Musik oder Konkrete Poesie. Gleichermaßen ist sie Teilgebiet der allgemeinen Fotografie.
 
Insgesamt handelt es sich um ein Phänomen, für das es bislang keine schlüssige Theorie, keine umfassende Darstellung gab, obwohl es als eigene Disziplin bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts durch autonome Bildleistungen in Erscheinung trat und bis heute lebendig fortwirkt.
 
Anhand von rund 160 Werken von 80 internationalen Künstlerinnen und Künstlern werden Geschichte, Ästhetik und Technik der Konkreten Fotografie in dieser Publikation erstmals vorgestellt.
 
Autoren:

Gottfried Jäger
Fotograf und ehemals Professor für Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld, entwickelte Mitte der 1960er Jahre Theorie und Praxis der Generativen Fotografie als Beitrag zu einer konkreten Fotografie auf systematisch-konstruktiver Grundlage.

Rolf H. Krauss
Kunst- und Medienwissenschaftler, baute in den 1970er Jahren seine Sammlung Kunst mit Photographie mit Schwerpunkten zur Konzept- und Aktionskunst auf. Diese und seine umfangreiche Bibliothek zur Fotografie befinden sich heute in der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart.

Beate Reese
Als Kunsthistorikerin betreut Beate Reese die Sammlung Peter C. Ruppert - Konkrete Kunst in Europa nach 1945 mit einer eigenen Abteilung Konkrete Fotografie im Museum im Kulturspeicher Würzburg.
 

     
 
Concrete Photography / Konkrete Fotografie Gottfried Jäger, Rolf H. Krauss, Beate Reese

Concrete Photography / Konkrete Fotografie

English/deutsch
Format 17 x 24 cm
256 Seiten, ca. 160 Farb- und Duplex-Abbildungen. Hardcover

Kerber Verlag, Bielefeld
März 2005

ISBN 3-936646-74-0
 
 
Vorrangiges Merkmal der Allgemeinen Fotografie ist es, Abbilder zu schaffen, die mit dem Abgebildeten erkennbare Ähnlichkeit aufweisen. Konkrete Fotografien bilden demgegenüber erkennbar nichts ab, zu dem Ähnlichkeit bestünde. Sondern sie konkretisieren die Fotografie selbst, die dabei ihren Status als Medium verliert und Objektcharakter gewinnt. Konkrete Fotografien sind ästhetische Objekte ihrer selbst.
 
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es Werke, die diesen Status beanspruchen können, obwohl der Ausdruck "konkret" im Zusammenhang mit Kunst erst später, Anfang der 1930er Jahre entstand. Theo van Doesburg bezeichnete eine Kunst als konkret, die nichts als "sich selbst" darstellen sollte. Nur die innerbildlichen Zusammenhänge waren ihm wichtig. Jeder Verweis der Bildzeichen auf eine außerbildliche Realität sollte entfallen. Ähnlichkeit und Symbolik wurden als bildkonstituierende Merkmale zugunsten elementarer und reiner Bildlichkeit aufgegeben. Dabei sollten nur die eigenen, ureigenen Mittel des jeweiligen Verfahrens zur Bildkonstruktion herangezogen werden.
 
Auf die Fotografie übertragen bedeutet das die Erzeugung autonomer Bildstrukturen. Konkrete Fotografien bilden nichts ab und stellen nichts dar. Sie sind was sie sind: reine Fotografie. Im freien fotografischen Experiment und im gezielten schöpferischen Umgang mit ihren ureigensten Mitteln und Verfahren entstand und entsteht eine eigene, selbstbezügliche, hochabstrakte Bildwelt. Sie eröffnet einen Blick ins Innerste der Fotografie.
 
März 2005
 
 
Autor: Gottfried Jäger
Letzte Änderung: 10.3.2005