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Ernst Jäger. Fotograf. |
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Gottfried Jäger: Ernst Jäger. Fotograf. Burg: Dorise Verlag, 2009. ISBN 978-3-937973-75-3 29,5 x 23 cm, Hardcover, 72 S. 18,60 Euro |
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Holzhäuser und Jäger bei EPSON Düsseldorf |
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Pressetext zur Ausstellung:
Karl Martin Holzhäuser, Gottfried Jäger: Realer Schein. Arbeiten 2008
Epson Kunstbetrieb, Kaistr. 7–9, 40221 Düsseldorf 29. November 2008 – 11. Januar 2009 Eröffnung Freitag, 28. 11. 2008, 19 Uhr Es spricht Prof. Dr. Gerhard Glüher, Freie Universität Bozen
Mit ihrem Buch Generative Fotografie begründeten Karl Martin Holzhäuser und Gottfried Jäger 1975 eine eigene Richtung der künstlerischen Fotografie. Mit ihrer aktuellen Ausstellung setzen sie ihre langjährige gemeinsame Arbeit mit neuen Ansätzen und Lösungen fort.
Dabei greifen sie auf fototypische Motive zurück: auf das Licht, seine außergewöhnlichen Wirkungen, die Auseinandersetzung mit dem Apparat – und verbinden sie, computergestützt, mit neuen Algorithmen. Es entstehen fotobasierte, rechnererzeugte Arbeiten im Zwischenreich zweier Kulturen: der Sinnlichkeit des Lichts und der Rationalität der Zahl.
Der Ausstellungstitel bezieht sich auf einen Text von Vilém Flusser: Digitaler Schein. Darin setzt sich der Philosoph mit den synthetischen Bildern der Neuen Medien auseinander: „Warum beschimpfen wir sie mit dem Wort ‚Schein’?“ – Sie sind real, indem sie „aus Möglichkeiten, Wirklichkeiten entwerfen.“ Sie sind „Symbole des kalkulatorischen Denkens.“ Damit entsteht ein neues Verständnis im Verhältnis von Wahrheit und Schönheit, von Wissenschaft und Kunst (V. F. in: Rötzer, Suhrkamp 1599, 1991, S. 147ff.).
Karl Martin Holzhäuser (geb. 1944 in Gardelegen) und Gottfried Jäger (geb. 1937 in Burg bei Magdeburg) wirkten seit 1972 bis zu ihrer Emeritierung als Professoren für Fotografie am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld zusammen. Die Verbindung geht auf das Jahr 1968 zurück, einem Treffen in der von Gottfried Jäger eingerichteten Bielefelder Ausstellung Generative Fotografie. Im Herbst des gleichen Jahres stellten beide erstmals gemeinsam aus: In der Schau fotografie elementar der Kölner Volkshochschule. Vier europäische Hochschulen für Fotografie zeigten darin Ergebnisse aus ihren Grundlehren. Holzhäuser war damals Student der Klasse Prof. Kilian Breier an der HfbK Hamburg, Jäger Leiter der Fotoklasse an der damaligen Werkkunstschule Bielefeld. Zahlreiche weitere Projekte zur Fotografie, wie Ausstellungen, Publikationen und Symposien, waren die Folge. Die Düsseldorfer Ausstellung bestätigt auf ihre Weise eine nunmehr vierzigjährige Künstlerfreundschaft. |
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Forum Konkrete Kunst Erfurt |
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Das Forum Konkrete Kunst Erfurt steht in diesem Jahr unter dem Thema Das Helle und das Dunkle in der Konkreten Kunst Termin: 21. – 22. August 2008 Ort: Augustinerkloster, Augustinerstr. 10, 99084 Erfurt
Weitere Informationen:
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Mein Beitrag dazu ist dem kürzlich verstorbenen Schweizer Konkreten Fotografen René Mächler gewidmet:
Gottfried Jäger: Licht und Schatten. Zu den Arbeiten des Konkreten Fotografen René Mächler (1936 – 2008).
Nachruf René Mächler †
René Mächler, Pionier und wichtigster Vertreter der Konkreten Fotografie in der Schweiz, starb am 10. März 2008 im Alter von 72 Jahren in Rheinfelden an einem Krebsleiden. Anlässlich seines 70. Geburtstages hatte ihm die Fotostiftung Schweiz in Winterthur 2006 eine umfangreiche Retrospektive ausgerichtet, ergänzt durch ein ambitioniert gestaltetes Buch mit dem Titel Am Nullpunkt der Fotografie. Im Zuge dessen übergab René Mächler der Stiftung den Hauptteil seines fotografischen Nachlasses.
Die Aktivitäten krönen ein Lebenswerk, das abseits des Hauptstroms konventioneller Fotografie entstand – doch gleichwohl Zeichen setzte. Historisch bedeutsam ist die Beteiligung René Mächlers an der weltweit ersten Ausstellung Konkrete Fotografie, so hat er den Begriff mit begründet. Zusammen mit Roger Humbert, Jean-Frédéric Schnyder und Rolf Schroeter zeigte er im Januar 1967 in der Berner Galerie actuell minimalistische und nur auf ihr eigenes, innerbildliches Gesetz bezogene Lichtkompositionen – ohne Anspruch auf außerbildliche Referenz. Damit steht sein Werk in der Tradition der Schweizer Konkreten Kunst eines Max Bill, Richard Paul Lohse und anderen und erweitert sie zugleich durch einen eigenen – fotografischen – Ansatz. René Mächler war auch Künstler der ersten europäischen Fotogalerie, der Galerie form in Zürich, sowie der ersten deutschen Fotogalerie, der Galerie Clarissa in Hannover, deren Name als Tendenzgalerie konkreter, technischer Bilder, bis hin zur Computergrafik der 1960er Jahre, Bedeutung hat. Bleibendes Verdienst erwarb sich René Mächler nicht zuletzt durch seine Einzelausstellung Fotografie konkret in der Düsseldorfer Galerie Schoeller. Sie machte den Sammler Peter C. Ruppert im Januar 1997 auf das Gebiet aufmerksam, führte zu ersten Ankäufen und zur Etablierung eines neuen Sammelgebietes. Heute hängen die Arbeiten von René Mächler neben anderen bekannten Namen dieser Richtung in der Dauerausstellung Konkrete Kunst in Europa nach 1945 im Museum im Kulturspeicher Würzburg.
René Mächler wurde am 31. Januar 1936 geboren, studierte von 1958 bis 1960 an der Staatlichen Höheren Fachschule für Fotografie in Köln und übernahm danach eine Stelle als Wissenschaftsfotograf an der Universität Basel, die er bis zu seiner Pensionierung 1996 inne hatte. Daneben entwickelte er seine künstlerische Karriere durch zahlreiche Ausstellungen und Publikationen. 1996 berief ihn die Deutsche Fotografische Akademie (DFA) als Korrespondierendes Mitglied. Sein erstes Buch, Paesaggi di Donna (1965), ist eine hinreißend fotografierte Entdeckung der Landschaft des weiblichen Körpers. Zuvor, Ende der 1950er Jahre hatte er Friedhöfe und Schutthalden, Gräber der Zivilisation, fotografiert, die stilistisch an eines seiner großen Vorbilder erinnern, Lucien Clergue, dessen Ausstellung Poesie der Photographie in den Kölner Werkschulen 1959 uns als Studenten tief beeindruckte. Seitdem waren wir Freunde.
Gottfried Jäger April 2008 |
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bit international. Nove tendencije. |
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Generative Fotoarbeiten von Gottfried Jäger in der Ausstellung
bit international. Nove tendencije. Kunst und visuelle Forschung, Zagreb 1961-1973
Die Ausstellung wurde am 22. Februar 2008 im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe eröffnet und wird für die Dauer eines Jahres dort gezeigt.
Die von Darko Fritz zuerst für die Neue Galerie Graz, Österreich, kuratierte Schau bietet einen Rückblick auf eine Zeit des Aufbruchs in die europäische Medienmoderne über die damaligen Grenzen zwischen Ost und West hinweg. Ein Jahrzehnt war Zagreb ein internationales Zentrum für die Erprobung neuer technoider Kunstformen und Medien, so mittels Informationsästhetik und Computer. Bedeutende Theoretiker und Künstler dieser Richtung, wie Almir Mavignier, Herbert W. Franke, Frieder Nake, Eugen Gomringer, Heinz Mack, Otto Piene waren dort vertreten. Das Jahr 1968 bildete dabei durch die Teilnahme von mehr als 150 Ausstellern und Referenten einen gewissen Höhepunkt der Aktivitäten.
1968 wurden auch erstmals Arbeiten der in Bielefeld entwickelten Generativen Fotografie einem internationalen Publikum gezeigt: Lochblendenstrukturen von Gottfried Jäger und Fotomechanische Transformationen von Hein Gravenhorst.
Die ZKM-Ausstellung zeigt daraus nun eine abgeschlossene Bildreihe von acht Lochblendenstrukturen aus dem Jahr 1967 von Gottfried Jäger.
Zwei Kataloge weisen die Aktivitäten der Zagreber Veranstaltungen nach: der bereits 2006 erschienene Katalog des Museums für Konkrete Kunst Ingolstadt, sowie der von Peter Weibel herausgegebene Katalog der Neuen Galerie Graz, 2007, in Gemeinschaftsproduktion mit dem des ZKM 2008.
Foto: ONUK www.onuk.de
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